Allergien haben sehr stark zugenommen, insbesondere in den westlichen Nationen. Jeder Vierte leidet - mehr oder weniger stark - unter einer Allergie, bei Kindern ist es sogar jedes dritte.
Bei einer Allergie kommt es zu einer Reaktion des Immunsystems auf äußere Einflüsse, die außerhalb der Norm liegt. Als mögliche Ursache kann die immer stärker werdende Belastung durch Umweltgifte angenommen werden, aber auch ungesunde Lebens- und Ernährungsgewohnheiten können ausschlaggebend sein. Zum einen ist es möglich, dass das Immunsystem nicht richtig zwischen gefährlichen und ungefährlichen Stoffen unterscheidet, denn normalerweise soll das körpereigene Immunsystem den Körper vor körperfremden Stoffen wie Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten schützen, es sieht jedoch nun eigentlich ungefährliche Stoffe als Feind an. Zum anderen können übermäßig viele Antikörper gebildet werden, was dem Körper signalisiert, bestimmte Botenstoffe wie Histamin auszuschütten, die dann die typischen Symptome einer Allergie hervorrufen.
Lokale Beschwerden äußern sich in der Regel dort, wo die Haut mit dem auslösenden Stoff in Kontakt gekommen ist, dann meist als Ausschlag oder als allergische Rhinitis mit Niesen und Schnupfen bis hin zu Atemnot, wenn die Schleimhäute der Atemwege betroffen sind. Gefürchtet ist der so genannte Etagenwechsel, der in einem allergischen Asthma resultiert.
Bei einer Therapie können unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden. Einer ist die Verhinderung einer allergischen Reaktion oder zumindest eine Abschwächung durch Antihistaminika, wie Loratidin und Cetirizin. Vorbeugend können vor Beginn der Pollensaison Medikamente mit Depotwirkung wie Triamcinolon in Form einer Kristallsuspension injiziert werden. Bei allergischem Schnupfen eignen sich so genannte nasale Kortikoide mit den bewährten Wirkstoffen Budesonid, Beclomethason und Flunisolid. Letzteres kann auch schon bei Kindern eingesetzt werden.
In Deutschland ist bereits jeder Vierte mehr oder weniger stark von einer Allergie betroffen, bei Kindern unter 11 Jahren ist es sogar bereits jedes dritte. Diese Broschüre soll Ihnen die Fragen beantworten, die Sie im Zusammenhang mit der Behandlung einer allergischen Krankheit haben.