Pilzerkrankungen (Mykosen) zeigen sich sehr unterschiedlich: Bei einigen schält sich die Haut oder es brennt ein wenig; viele verursachen Juckreiz. Manche bemerkt man kaum und man betrachtet sie vielleicht eher als lästig, denn als Erkrankung. So sind beispielsweise bis zu 50% der deutschen Bevölkerung Träger einer Fußpilzinfektion - viele Erkrankte ignorieren dies.
Anderen Formen sieht man ihren Status als ernstzunehmende Erkrankung gleich an, weitere bemerkt man erst bei eingehender Untersuchung. Für alle Mykosen gilt jedoch: Nicht nur vom Pilz allein hängen Infektion, Ausprägung der Erkrankung oder Krankheitsverlauf ab. Je schwächer das Immunsystem, desto eher kann man sich infizieren und desto gefährlicher kann eine scheinbar harmlose Pilzinfektion sein!
Deshalb ist es wichtig, eine Pilzerkrankung konsequent zu behandeln, selbst wenn sie einen selbst gar nicht so sehr stört. Dazu zählt vor allem die genaue Beachtung des Therapieschemas, also der Anweisung, wie oft und wie lange das für die betroffene Stelle passende Präparat angewendet werden muss.
Man unterscheidet grob in Dermatophytosen und Candidosen.
Dermatophytosen
Große rote, schuppende, meist von der gesunden Haut deutlich abgegrenzte Flecken kennzeichnen eine so genannte Dermatomykose. Sie wird, wie die meisten Pilzerkrankungen der Haut und der Nägel, durch Dermatophyten verursacht.
Handelt es sich um eine durch Dermatophyten ausgelöste Erkrankung (Dermatophytose), die auf die Hautoberfläche, die Epidermis beschränkt ist, können Antimykotika, z. B. mit dem Wirkstoff Bifonazol, Clotrimazol oder Miconazol helfen.
Candida-Mykosen
Auslöser für Pilzinfektionen können auch die so genannten Hefepilze (Candida) sein. Normalerweise sind sie häufige und unauffällige Mitbewohner der Oberhaut und der Schleimhaut. Durch ungünstige Einflüsse können sie allerdings in der Anzahl derart überhand nehmen, dass dies krankhaft wird. Das Resultat sind meist Entzündungen des Gewebes auf dem sie sich niedergelassen haben.
Für die Behandlung von Hefepilzerkrankungen auf der Hautoberfläche gibt es effektive Therapieoptionen. Ein bewährtes Antimykotikum ist der Wirkstoff Nystatin, der je nach Krankheitsbild, wenn z.B. eine Entzündungshemmung notwendig ist, auch als Kombinationspräparat mit Hydrocortison angewendet wird. Clotrimazol und Miconazol eignen sich ebenfalls zur lokalen Anwendung. Der Wirkstoff Bifonazol hat den Vorteil, dass er besonders tief in die Haut eindringt, sehr lange wirkt und daher nur einmal täglich angewendet werden muss.