Die (äußere) Haut ist mehr als eine Hülle, sie ist mit etwa 2,7 bis 4,5 kg und einer Oberfläche von ca. 1,5 bis 2 m²; das größte Organ des Menschen! Auf einem briefmarkengroßen Stück sind ungefähr drei Millionen Zellen, 1 - 2 Meter Blutgefäße und 100 Schweiß- und Talgdrüsen untergebracht.
Was wir normalerweise mit dem Begriff Haut bezeichnen, ist die Oberhaut (Epidermis) [1]. Sie hat eine Dicke von etwa 0,03 mm, zum Beispiel an den Augenlidern, und von knapp 4 mm an den Füßen.
Die äußeren Schichten der Epidermis bestehen aus verhornten, abgestorbenen Schuppen [2]. Diese werden laufend abgestoßen und von unten her in gleichem Maße in der Basalzellschicht nachgebildet.
Unter starker Beanspruchung, wie an Fingern und Fußsohlen, nimmt die Hornschicht an Dicke zu.
Die tiefer liegenden Zelllagen enthalten Pigmentzellen (Melanozyten), die im Wesentlichen die Hautfarbe bestimmen [3].
Die Lederhaut (Dermis) [4] ist dicker als die Epidermis, sie ist vor allem in jungen Jahren reich an elastischen und kollagenen Fasern, die der Haut Stabilität und Elastizität verleihen. Diese netzartig miteinander verknüpften Bindegewebsfasern können durch das Protein Kollagen viel Wasser speichern, wo gesunde Haut regeneriert und sich selbst schützt. Dafür benötigt die Haut ein ausgewogenes Gleichgewicht aus Lipiden (Hautfett) und Feuchtigkeit. Dieses so genannte Hydro-Lipid-System ist ein natürlicher Schutzmantel aus Wasser, Lipiden (Hautfett) und feuchtigkeitsbindenden Substanzen.
Spricht man von der Haut, denkt man nicht gleich an Haare, Fuß- und Fingernägel, doch auch sie gehören dazu. Man nennt sie Hautanhangsgebilde. Der Haarfollikel ist eine Einstülpung der Epidermis, die bis tief in die Unterhaut hinein reicht, je nach Haarstärke können das 3 ? 5 mm sein. In jeden Haarbalg mündet seitlich eine Talgdrüse ein, die das Haar mit ihrem fettähnlichen Sekret überzieht. Außerdem gehören zur Haut auch die so genannten Schleimhäute. Sie sind in der Grundstruktur so aufgebaut wie die äußere Haut, jedoch fehlt die Hornschicht.