Immer in Form

Ein Wirkstoff ist noch lange kein Medikament. Abhängig vom Wirkort, z.B. auf der Haut oder an einem inneren Organ, muss noch viel passieren, damit aus einem Wirkstoff oder auch mehreren das passende Medikament wird. Aufgabe der Galenik ist unter anderem, die Bestandteile eines Medikamentes in die therapeutisch gewünschte Darreichungsform einzubringen, also sie so zu kombinieren, dass die Wirksamkeit optimiert wird und sowohl Stabilität als auch Haltbarkeit gewährleistet sind.

Ein Wirkstoff kann flüssig verabreicht werden, beispielsweise als Lösung, Saft, Tinktur oder Injektion. Feste Formen sind zum Beispiel Tablette, Pulver, Filmtablette, Dragée, Brausetablette oder Pille, um nur die bekannteren zu nennen. Als halbfeste Form bezeichnet man unter anderem Creme, Salbe oder Gel, aber auch die so genannten Globuli. Als Sonderformen gelten z.B. Pflaster, Spray, Inhalat oder Implantat.

Um Arzneimittel in die entsprechenden Darreichungsformen einzubringen, müssen die Bestandteile, also auch Trägerstoffe etc., bestimmten Behandlungen unterzogen werden.
Die Prozesse reichen vom Zerkleinern und Pressen (Formen der Stoffe) und der Trennung der Stoffe durch Filterung, Trocknung oder Destillation über die Vereinigung (mischen, umhüllen, verkapseln …) bis zur Sterilisation, Erhitzung oder Kühlung. Und das sind nur einige Beispiele für das, was mit den Bestandteilen geschieht, bis Wirkstoffe, Hilfs- und Trägerstoffe so verarbeitet sind, dass ihre Anwendung patienten- und therapiegerecht ist.

Für alle Arzneimittel und Arzneiformen gilt: Sie können nur dann richtig wirken, wenn sie genau nach der Verordnung des behandelnden Arztes oder nach der Empfehlung eines Apothekers bzw. nach der Gebrauchsinformation angewendet werden. Eine unkontrollierte oder unregelmäßige Anwendung kann schädlich sein bzw. den Therapieerfolg gefährden.

Eine Übersicht unserer Arzneiformen finden Sie hier:

Flüssig
Fest
Halbfest
Weitere Arzneiformen