Unter diesem Begriff verbirgt sich eine Vielfalt unterschiedlicher Darreichungsformen mit variabler Konsistenz von sehr flüssig bis streichfähig. Halbfeste Arzneiformen bestehen immer aus mindestens zwei Phasen, die sich nicht ineinander auflösen, meist einer wässrigen und einer öligen. Grob gesagt bildet dabei die eine der beiden Phasen Tröpfchen, die dann von der anderen Phase umhüllt werden.
Man spricht von einer W/O (=Wasser-in-Öl)-Emulsion, wenn die wässrige Phase in Tröpfchenform vorliegt und die umhüllende Phase die ölige ist. Umgekehrt spricht man von einer O/W (=Öl-in-Wasser)-Emulsion, wenn die ölige Phase in Tröpfchenform in der wässrigen Phase vorliegt.
Man unterscheidet in der Hauptsache zwischen:
Pasten sind Salben, in die mineralische Festbestandteile (Puder) eingearbeitet wurden. Je größer der Anteil des Puders ist, um so fester wird die Paste.
Cremes gibt es als W/O- (so genannte Fettcremes) und als O/W-Emulsionen (die meisten üblichen Cremes). Sie haften auf Haut oder Schleimhaut und geben ihren Wirkstoff relativ langsam ab. Sie unterstützen zudem die Hautbalance bei trockener Haut durch rückfettende Eigenschaften. Cremes sind in der Regel weicher als Salben.
Salben sind Emulsionen vom W/O-Typ; ihre äußere, umhüllende Phase besteht also aus öligen (eigentlich lipophilen (= fett"liebenden") Bestandteilen. Sie sind „fettiger“, halbfest, eignen sich ebenfalls zur Anwendung auf der Haut, wie die Creme.
Obwohl Fettsalben keinerlei Wasser mehr enthalten, können sie trotzdem zu den Emulsionen gehören, sie sind sehr zäh.
Gele sind Flüssigkeiten, die auf Grund der Anwendung von Quellstoffen eine gewisse Steifigkeit aufweisen. Man unterscheidet zwischen:
Hydrogelen: bestehen bis zu 98% aus Wasser oder Alkoholen
Lipogelen: bestehen vorwiegend aus öligen Bestandteilen, z.B. Vaseline
Gele wirken meist stärker kühlend und juckreizstillend als alkoholische Lösungen und haben eine gewisse antientzündliche Grundwirkung.